Art of Hosting in der Projektplanung

Letzten Samstag hatten wir unser erstes Teamtreffen zur Planung des Zukunfts-Lernraumes.

Ein erstes Konzept (S. 29-32 in dieser Broschüre, ausgezeichnet von der Freien Universität Berlin, der Deutschen Gesellschaft für Umwelterziehung und der Deutschen Bundesstiftung Umwelt) wurde letztes Jahr von mir und KaosPilotin Bieke erarbeitet.

Das Team hat gewechselt und die Idee des Zukunfts-Lernraumes soll nun endlich in die Umsetzung  kommen.

Ich habe beim Treffen den Planungsprozess gestaltet und moderiert. Zunächst war es das Ziel, auf der Visionsebene den Sinn und Zweck eines Zukunfts-Lernraumes zu klären.

Dafür habe ich eine Übung aus dem Art of Hosting (ein partizipatives Führungskonzept, das auf Dialogmethoden basiert) angewendet, die sogenannten Triads oder auch Triaden: in Dreiergruppe ist jeweils eine Person für 15min Erzähler, Interviewer und Protokollant. Nach 15min wird gewechselt und in 45min hat jede Person alle 3 Rollen durchlaufen.

Diese Fragen standen den Interviewern als Leitfragen zur Verfügung:

Mit Hilfe von Storytelling wurde die Vision von jedem Teilnehmer gehört und jede Dreiergruppe hat dann herausgearbeitet, welche Muster aber auch neue Aspekte in ihren 3 Erzählungen vorkamen. Danach haben die 3 Triaden ihre Ergebnisse vorgestellt.

Mit diesem Kenntnisstand haben wir dann ein Brainstorming zur Fragestellung „Was sind unsere nächsten Schritte?“ gemacht.

Unsere Design Thinking Absolventen im Team haben noch mal schnell die Regeln des Brainstormings erklärt und dann ging es mit dem Time-Timer los: 5min überlegte sich jeder nächste Schritte und 5min stellten wir die Ergebnisse vor.

Da kamen dann natürlich ganz viele Möglichkeiten zusammen.

Die vereinbarte Zeit des Treffens war schon fast abgelaufen und unser Ziel war es, mit einer Antwort zu der Frage „Was wollen wir bei einem nächsten Treffen bearbeiten?“ nach Hause zu gehen.

Ich kramte den letzten Prozess aus meiner Methodenkiste: den Deep Democracy Entscheidungsprozess von Ashoka Fellow Myrna Lewis aus Südafrika.

Da ich und die Teilnehmer schon etwas müde waren und wir unter Zeitdruck standen und ich vor allem in einer Doppelrolle als Moderator und Teilnehmer war, entstand eher Frustration, Verwirrung und Widerstand, eine Entscheidung zu fällen, als ein konfliktfreier Entscheidungsprozess.

Auch wenn wir am Ende eine Entscheidung treffen konnten (beim nächsten Treffen werden wir als Team einen Design Thinking Prozess durchlaufen und wir werden ggf. Prototypen bei den von Gosia und Claire organisierten Education Days im März durchführen), so war ich persönlich mit dem letzten Prozess gar nicht zufrieden.

Ich bin aber froh, dass ich dieses Deep Democracy Werkzeug endlich mal nach einem Training im August 2010 ausprobieren konnte.

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