Die Schülerbischöfe der ESBZ: Jedem Kind ein Buch

Evangelische Schule Berlin Zentrum: Morgen, am 25. Februar 2011 wird Generalsuperintendent Ralf Meister die Schülerbischöfe in der Sophienkirche Berlin aus ihrem Amt verabschieden. Doch auch nach Ende der Amtszeit geht das Projekt „Schüler bilden Deutschland“ weiter – Grundschüler sollen zum Lesen motiviert werden – Walter Momper wird Schirmherr der Aktion.

Bildungsarmut war das große Thema, mit dem sich die vier Schülerbischöfe und ihre Mitschüler von der Evangelischen Schule Berlin Zentrum beschäftigt haben. Die Amtszeit der jungen Bischöfe wird jetzt am Freitag, den 25. Februar mit einem Gottesdienst in der Sophienkirche feierlich beendet. Doch die Schüler tragen das Projekt „Schüler bilden Deutschland“ mit Elan weiter:  Ab März sammeln sie in Kirchengemeinden gut erhaltene Bücher für Kinder im Alter von sechs bis zwölf Jahren. Lesepaten – ebenfalls Schüler der Evangelischen Schule – besuchen Grundschulen und lesen gemeinsam mit den jüngeren Kindern. Im Anschluss schenken die größeren Schüler ihren jungen Lesepaten  ein Buch. „Jedem Kind ein Buch“ – so haben die Jugendlichen ihre Initiative genannt.  Auf längere Sicht wollen die Schüler der Evangelischen Schule mit Hilfe der gesammelten Bücher Bibliotheken an Grundschulen aufbauen. Walter Momper hat den Schülern zugesagt, die Schirmherrschaft zu übernehmen.

Ralf Meister, Generalsuperintendent von Berlin und Initiator des Schülerbischofs-Projektes, wird die Schülerbischöfe im Gottesdienst verabschieden. Er zeigte sich begeistert für die aus dem Wirken der Schülerbischöfe gewachsenen  Vorhaben: “Für mich war es eine Riesenüberraschung, dass aus einer guten Idee ein von Schülern getragenes Bildungsprojekt mit Strahlkraft für die ganze Stadt geworden ist.“

Am Nikolaustag (6. Dezember) wurden die vier Berliner Schüler in ihr Amt als Bischöfe eingeführt. Sie sind die ersten Schülerbischöfe der Stadt Berlin. Während ihrer Amtszeit besuchten sie Bischof Dr. Markus Dröge, Bezirksbürgermeister Christian Hanke, Staatssekretärin Claudia Zinke (Bildungssenat) und Walter Momper, Präsident des Berliner Abgeordneten Hauses und diskutierten mit ihnen über Wege aus der Bildungsarmut bei Kindern.

Die Tradition der Kinder- oder Schülerbischöfe kommt aus dem Mittelalter. An Kloster- und Stiftsschulen wurde zu bestimmten Zeiten ein Schüler zum Bischof beziehungsweise  zum Abt gewählt. Für einen Tag durfte er einen Teil der bischöflichen Amtspflichten übernehmen. Durch den Rollentausch konnten Kinder und Jugendliche ihre Anliegen formulieren. Kinderbischöfe gibt es in Göttingen, Hamburg und Ottenstedt (Magdala).

Abschiedsgottesdienst der Schülerbischöfe:

Freitag, 25. Februar 2011, 10.30 bis 11.30 in der Sophienkirche, Große Hamburger Straße 31, Berlin-Mitte

Weitere Informationen:

Christiane Bertelsmann
Pressesprecherin Evangelischer Kirchenkreis Berlin Stadtmitte
Mail: c.bertelsmann@kkbs.de

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