Mobiles Lernen – ein Selbstversuch

Letzten Samstag hat der eVideo Kurs an der HTW Berlin sich mit Smartphones und Netbooks aufgemacht zu einer mobilen Lernexkursion mit Regine Heidorn in Berlin Mitte.

Hier ein Fazit für den OpenCourse 2011 zum Thema Wie mobil wird das Lernen?

Ihr findet die Dokumentation der Exkursion auf dem Blog Parcours und bei Twitter unter dem Hashtag #me511

Unsere Gruppe der Transferer traf sich im alten Hafen an der Fischerinsel mit folgender Aufgabe: Wenn man sich fragt, was das analoge Gegenstückt zu den digitalen Paketen ist, die über HTTP im Internet übertragen und zu Webseiten zusammengebaut werden, dann ist der Vergleich zu Schiffscontainern naheliegend. Schaut Euch im Hafen um, nutzt die Smartphones, um herauszufinden, was Ihr seht, welche Geschichte der Ort hat usw. Bloggt über das, was Ihr vorfindet und darüber, wie Eure Erfahrung mit der Nutzbarkeit der Smartphones und Apps ist.

Zu der Geschichte hatten wir schnell viele Informationen gesammelt: Wikipedia sei Dank und Teammitglied Gisela konnte auch live von eigenen Geschichten in Verbindung mit der Geschichte des Ortes berichten.

Das Ausprobieren der Technik hat uns dann aber soviel Zeit gekostet, dass wir den Ort nur in ca. einem 200m Radius erkunden konnten. Dabei sind wir dann ganz schnell an die Grenzen der derzeitigen mobilen Technik gelangt. Hier ein paar Beispiele:

  • Wie bekomme ich ein Sprachmemo von meinem Smartphone ohne Internetzugang auf den Blog, wenn das iphone und das Windows Phone die Datei nicht aus der SMS abspeichern können? Ich habe es später zu Hause per USB Kabel auf meinen Rechner gespielt, was auch noch mal mindestens eine halbe Stunde gekostet hat, da es dafür eine spezielle Software brauchte
  • Kulturelle Einrichtungen wie das Otto Nagel Haus und das Märkische Museum fehlten in einigen Map Applications
  • In einer Stunde Exkursion sind wir ganz schön ins Schwimmen gekommen und befanden Parcouring macht doof

Von Regina bekamen wir am Ende das Feedback, dass unsere Posts kaum in den Kontext gesetzt wurden und wir uns z.B. auch sehr wenig auf die anderen Gruppen bezogen haben.

Was ich noch gerne mehr ausprobiert hätte: http://lanyrd.com/2011/me511/ – the social conference directory.

Hier noch ein paar Stimmen der anderen Teilnehmer:

„Posterous-App: Kommentieren geht nicht, Sortier-Reihenfolge der Posts ist merkwürdig … Das geht doch noch besser.“

„Das war mal ’ne interessante Erfahrung, daß diese Smartphones echt nichts können.“

„Die Beschäftigung mit dem Smartphone lenkt ab von der direkten Erfahrung.“

Mein Fazit: Insgesamt jedoch eine sehr interessante Lernerfahrung, die sich vielleicht sogar in eine paar Jahren als Angebot für Touristen ausbauen lässt. Und eine Übung, die sich auch gut im Klassen- oder Zukunfts-Lernraum wiederholen lässt. Die mobile Technik ist aber noch in den Kinderschuhen.

So, und jetzt werde ich mit das eBook Facebook for Social Enterprises auf meinen eBook Reader ziehen, damit ich auf der 10 Stunden Zugfahrt am Mittwoch nach Wien auch was zu lesen habe, wenn mein Netbook Akku leer gearbeitet ist!

Dieser Beitrag wurde unter Ereignisse, Geschichte, Innovative Methoden an Schulen, Lernräume, opco11 veröffentlicht. Setze ein Lesezeichen auf den Permalink.

2 Antworten zu Mobiles Lernen – ein Selbstversuch

  1. fraukego schreibt:

    Mehr zum Thema: die Grenzen der mobilen Technik. Die Antworten zu diesem Blog Post: http://parcours.posterous.com/saxophonist-auf-der-museumsinsel

  2. RalfLippold schreibt:

    Hallo,

    mehr zur Grenzenlosigkeit von mobile Computing unter http://mobilecamp.de (fand am 14./15.05.2011 in Dresden statt).

    Sicher ist noch nicht alles Gold was glänzt. Die Geräte- und Betriebssystemvielfalt tut ihr Übriges.

    Doch es geht ’ne ganze Menge, wie http://senseable.mit.edu zeigt.

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