ZukunftsLernraum: Raus aus der Komfortzone, rein ins lebenslange Lernen

In der 2. Stunde im offenen generationsübergreifenden ZukunftsLernraum haben wir uns vor allem mit der Frage beschäftigt

Was wollen wir in dieser Werkstatt gemeinsam erreichen?

Zunächst wurde in Anlehnung an eine Übung von Neil Crofts (My Life Purpose) ein persönliches Ziel für diese Werkstatt definiert. Zum Einsatz kam dabei auch ein Element der Wir-Werkstatt  (Methodenreihe Deutsches Kinerhilfswerk, Heft 2, Seite 4): in Partner-Interviews erkundeten die Teilnehmer ihre Talente.

In der Zusammen-führung der persönlichen Ziele in Kleingruppen wurden dann Gemeinsamkeiten und gemeinsame Ziele für die Werkstatt erarbeitet. Als Thema bildetete sich in allen Kleingruppen die Verbesserung des Schulessens heraus. Mit diesem Thema werden wir an den nächsten Montagen weiter arbeiten. Die Herausforderung für uns als Team ist jetzt noch, wie lassen sich Schulessen und der perfekte Lernraum miteinander verknüpfen?

Ein interessantes Gespräch hatte ich mit einem Gast (ein Pädagogikstudent aus Chemnitz, der sich mit Lernarchitektur beschäftigt) nach der Werkstatt. Zu Beginn der Stunde hatte ich meine Kollegin gefragt, wo denn heute im Forum der Schule ‚vorne‘ (von wo wir moderieren wollten) sei. Die Stühle standen dort bereits in Reihe für eine Veranstaltung am Abend und ein Schüler meinte sofort: „Na da, wo die Bühne ist.“ Da wir jedoch Flipchartpapier aufhängen wollten, wählten wir einen Schrank an der Seite als ‚vorne‘, wo wir das Papier festkleben konnten. Im Gespräch mit dem Studenten entwickelte sich dann nach der Werkstatt ein Gespräch über die Gestaltung von Lernräumen und ich berichtete aus meiner Erfahrung bei der Arbeit mit unterschiedlichen Zonen im Raum (Zonen zum Arbeiten, zum Unterhalten, zum Abhängen, zur Inspiration, zum Lernen) im Hub Berlin. Auch der Architekt des Forums der Schule hat sich auf die Gestaltung von Lernräumen spezialisiert: Architekt Peter Hübner über bessere Bildungsorte 

Bei uns im Team kam dieses Mal leichte Unsicherheit auf, in wieweit wir das Thema Schulessen mit unseren geplanten Modulen aufgreifen können. Auch kam es die Tage danach zu Irritation und Frustration über die fehlende Klarheit, ob unser Angebot bei den Schülern Sinn macht. Der Fokus der ersten beiden Stunden lag zudem hauptsächlich auf den Lernbedürfnissen der Schüler – wie bleiben wir jedoch ein offener und generationsübergreifender Lernraum, in dem unsere und auch die Bedürfnisse der Gäste gleichbereichtigt nebeneinander stehen?

Einen Tag später stellt sich darüber hinaus für uns selbst die Frage, was sind unsere Lernziele und wie kommen wir aus der eigenen Komfortzone in unsere persönlichen Lernzonen (das Lernzonenmodell), ohne uns dabei in der eigenen Frustration außerhalb der Komfortzone und in der Verwirrung dieses offenen Prozesses zu verlieren?

Lernziele für uns könnten da z.B. die Schlüsselqualifikationen aus dem Orientierungsrahmen ‚Bildung für eine nachhaltige Entwicklung‘ (s. Seite 6 Dr. Helga Breuninger und Dr. Margret Ruep: Der Mensch im Mittelpunkt des Bildungsmanagements) sein.

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