Berufswege

Am 16. September haben wir im Rahmen von Berlin Agora das Event „Berufswege“ organisiert.

Nach einer Begrüßung im „Lokalcenter für Berufsfindung“ mussten uns die Teilnehmer des Abends zuerst eine Frage beantworten:

„Womit arbeitest Du am liebsten? Mit der Hand, mit Geld oder mit Menschen?“

Nach ihren Antworten bekamen unsere Gäste kleine Zettel mit Zeichnungen zugeteilt.

Es gab 4 Gruppen: die Handwerker (Antwort „Hand“), die Sozialarbeiter (Antwort „Menschen“), die Business Leute (Antwort „Geld“) und die Künstler. Der Witz daran war, dass die Teilnehmer nicht etwa entsprechend ihrer Antwort den passenden Zettel erhalten haben, sondern unabhängig von ihrer Antwort einfach die Zeichnung in die Hand gedrückt bekamen, die gerade oben lag.

Was wir damit aufzeigen wollten? Ganz einfach. Bei den üblichen Berufsfindungstests sollen ein paar Fragen Auskunft darüber geben bzw. eine Richtung zeigen, welche Berufe entsprechend der Interessen gewählt werden könnten. Genau diese Betrachtungsweise wollten wir aufs Korn nehmen. Denn wir finden, dass sich persönliche Interessen im Zeitablauf verändern können und dass man sich viel eher auf eine persönliche Reise begeben sollte, um herauszufinden, was man wirklich im Leben machen will. Und diese Antwort kann man nicht so einfach mit einem 30 Minuten dauernden Test finden.

Unser kleiner Berufsfindungstest diente somit auch gleichzeitig zur Einteilung in die Gesprächsgruppen.

Nach angeregten Gesprächsrunden in 4 Gruppen zeigten wir zum Schluss den Film „Berufswege“ von Joshua Conens, der an diesem Abend auch vor Ort war und mit den Gästen seine Gedanken austauschte.

Weitere Impressionen vom Abend erhaltet Ihr auf der Seite von Berlin Agora:          Doku | Berufswege in Berlin.

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2 Antworten zu Berufswege

  1. fraukego schreibt:

    Cool, danke Anja, hier ein Bericht aus der Runde der „Handwerker“:

    Wir waren eine recht heterogene Gruppe mit TeilnehmerInnen, die sich an unterschiedlichen Zeitpunkten im Leben über ihre zukünftigen Berufswege Gedanken machen: der Universitätsprofessor 2 Jahre vor dem Ruhestand, Studentinnen kurz vorm Abschluss des Studiums und die Hinterfragung des nächsten Schrittes des persönlichen Berufsweges 10 Jahre nach Abschluss des Studiums. Zentraler Aspekt der Diskussion war die Entkoppelung von Arbeit und Einkommen mit der Fragestellung: was brauche ich finanziell zum Leben und was will ich denn überhaupt im Leben finanzieren? In der Übergangsphase von der Industrie- zur Wissensgesellschaft erlebt das globale Finanzsystem derzeit eine Krise. Eine Frage, die wir uns gestellt haben: wie sieht das daraus entstehende Finanzsystem für die Wissensgesellschaft aus? Darüber hinaus ist Berlin zur Zeit Gesellschaftslabor (die Coworker, Social Entrepreneure und Bildungsinnovatoren in der Stadt sind nur einige Beispiele dafür) für eine neue Definition von Arbeit.

  2. johanneserdmann schreibt:

    Ne super Veranstaltung war’s!
    Und hier der Bericht der Gruppe ‚Künstler‘:
    Im Team Künstler befanden sich vier TeilnehmerInnen, sowie Joshua und ich. Die TeilnehmerInnen wurden angehalten möglichst visuell zu arbeiten und so entstand dann eine bebilderte Mindmap.
    In der Gruppendiskussion stellte sich schnell heraus, dass für die TeilnehmerInnen der direkte Kontakt und die Teamarbeit mit anderen Menschen Priorität haben und der monetäre Aspekt ihrer Arbeit eher eine untergeordnete Rolle spielt. Ein ganz zentraler Aspekt der persönlichen Sinngestaltung ihrer Arbeit liegt in der Erreichung von (selbst definierten) Zielen, da sich hier ein Glücksgefühl einstellt – durch eine innere Zufriedenheit, als auch äußere Anerkennung/ Lob. Glücksgefühle können sich auch während der Ausführung bestimmter Tätigkeiten ergeben und den TeilnehmerInnen war wichtig, dass sich dieser Zustand möglichst häufig in ihrer Arbeit einstellt – dies sei insbesondere dann der Fall, wenn sie fachlich gefordert und angeregt würden, jedoch nicht überfordert und gestresst seien.

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